Die "Österreichische Vereinigung für Gestalttherapie"
(ÖVG) ist ein Verband graduierter GestalttherapeutInnen in
Österreich, welcher neben einem Forum für Meinungsaustausch
und Fortbildung zudem eine organisatorische Struktur für andere
Berufe, die gestaltorientiert arbeiten, darstellt. In diesem Rahmen
arbeitet die ÖVG an der Weiterentwicklung der
psychotherapeutischen Schule "Gestalttherapie" und an der
Aufrechterhaltung der europäischen Qualitätskriterien
für die Ausbildung. Ausbildungsinstitute können als
juristische Personen ebenfalls die Mitgliedschaft erwerben.
Die ÖVG ist als Nationale Organisation für Gestalttherapie
(NOGT) für Österreich von der Europäischen Vereinigung
für Gestalttherapie (EAGT) anerkannt und assoziiertes Mitglied
(professional organization) in dieser überstaatlichen
Organisation.
Qualitätssicherung der Gestalttherapie:
Bewahrung und Weiterentwicklung des fachspezifischen, philosophischen und gesellschaftlichen Theoriefundus' der Gestalttherapie
Weiterentwicklung der Praxis in den verschiedenen Aufgabenfeldern
Mitwirkung an der europaweiten Qualitätskontrolle für Ausbildung und Praxis
Angebote qualifizierter beruflicher Weiterbildung
Engagement für Forschung und wissenschaftlichen Austausch:
Organisation von Tagungen, Vorträgen und Jour fixes
Bildung von Arbeitsgruppen
Organisation von Forschungsprojekten
Austausch mit VertreterInnen anderer theoretischer Richtungen und therapeutischer Verfahren
Berufspolitisches Engagement:
Austausch und gemeinsames Handeln in Berufs- und Gesundheitsfragen
Vertretung der Graduierten im ganzen Land
Steigerung des Bekanntheitsgrades der Gestalttherapie
Förderung einer fachkundigen, psychotherapeutischen Versorgung der Bevölkerung
Die ÖVG ist bereits als assoziiertes Mitglied ("professional
organization") der "Europäischen Vereinigung für
Gestalttherapie" (EAGT) anerkannt und hat seit Spätsommer den
Status einer "Nationalen Organisation der EAGT" (NOGT).
Was ist eine "Nationale Organisation für Gestalttherapie" in der EAGT?
Entsprechend der Struktur des europäischen Verbandes
für Gestalttherapie (EAGT) braucht Österreich eine nationale
Organisation, welche die Graduierten im ganzen Land vertritt.
Diese soll unabhängig von den Ausbildungsinstituten sein, aus
denen die Graduierten hervorgegangen sind, denn nur so kann ein von den
Machtdynamiken und Machtstrukturen in Ausbildungsbeziehungen
unabhängiger Diskurs zwischen den Mitgliedern statt finden. Die
EAGT unterstützt die klare institutionelle Trennung der
Ausbildungsinstitute von den Zusammenschlüssen von AbsolventInnen
und Praktizierenden auf nationaler Ebene.
Was ist die "European Association for Gestalt Therapy"?
Derzeit umfasst die EAGT (lesen Sie mehr unter www.eagt.org)
zwölf nationale Organisationen und ca. 300 Einzelmitglieder, die
aus 20 Ländern stammen. Jedes Land entsendet eine(n) Delegierte(n)
in den Vorstand. Diese(r) hat die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass
die Ausbildungsstandards der EAGT eingehalten werden.
Die ethischen Richtlinien sowie die Beschwerde- und Rekursverfahren
werden ebenfalls auf ihre Vereinbarkeit mit den EAGT-Standards
überprüft.
Die EAGT betreut für alle GestaltherapeutInnen die Anträge
für das "Europäische Zertifikat für Psychotherapie"
(ECP). Sie ist Mitglied der "Europäischen Vereinigung für
Psychotherapie" (EAP). Diese ist wiederum der offizielle
Ansprechpartner der EU in Fragen der Regelung der Psychotherapie.
Die EAGT fördert durch die alle drei Jahre stattfindenden
"Europäischen Kongresse für Gestalttherapie" fachlichen
Austausch und kollegiale Beziehungen über die Ländergrenzen
hinweg.