Veranstaltungen
Die EAGT und ihre Mitgliedsorganisationen bieten regelmäßig Veranstaltungen an, darunter:
Workshops und Seminare: Für Fort- und Weiterbildung von Psychotherapeut:innen und Fachkräften.
Fachtagungen: Austausch über wissenschaftliche Erkenntnisse, praktische Erfahrungen und neue Entwicklungen.
Supervisionstage: Gezielte Unterstützung für Therapeut:innen in Einzel- und Gruppensettings.
Online-Formate: Webinare und virtuelle Fortbildungen, die internationale Teilnehmende einbeziehen.
Die Veranstaltungen fördern sowohl fachlichen Austausch als auch persönliche Weiterentwicklung innerhalb der gestalttherapeutischen Gemeinschaft.
Gestaltsalon
Der Gestaltsalon ist ein Raum der Begegnung, des Austausches und des lebendigen Miteinanders.
Wir laden Kolleg:innen herzlich ein, den Gestaltsalon mitzugestalten. Bei Interesse, ein Thema vorzutragen, kann man sich gerne an office@oevg-gestalt.at wenden.
Gestaltsalon mit Mag.a Dr.in Anna M. Binder-Kita: Neurodiversität und Gestalttherapie – Annäherungen, Spannungsfelder und praktische Perspektiven
In den letzten Jahren hat die Auseinandersetzung mit Neurodiversität und neuroaffirmativer Psychotherapie deutlich an Relevanz gewonnen. Uns Gestalttherapeut:innen stellt sich die Frage, wie wir mit diesen neuen Perspektiven in einen konstruktiven Dialog treten können und wie wir sie mit unserem theoretischen und praktischen Fundament verbinden können.
In diesem Gestalt Salon präsentiere ich ausgewählte Aspekte meiner Dissertation und Arbeit, wozu ich Raum zur Reflexion anbieten möchte. Es geht um die Arbeit mit neurodivergenten Erwachsenen und die Frage, inwiefern gestalttherapeutische Konzepte, wie der Kontaktzyklus, Awareness, die Körperorientierung und die dialogische Beziehungsgestaltung, die Basis für eine neurodivergent freundliche Gestalttherapie bilden können.
In der Präsentation anonymisierter Fallvignetten sollen die typischen Dynamiken des Maskierens, der Anpassung und der Kontaktunterbrechung veranschaulicht werden. Hier liegt der Schwerpunkt jedoch auf der theoretischen Einordnung und der konzeptionellen Weiterentwicklung gestalttherapeutischen Denkens im Dialog mit neurodiversitätsaffirmativen Ansätzen.
Es geht weniger um neue Techniken als um eine differenzierte Haltung: Wie können wir als Gestalttherapeut:innen unsere bestehenden Konzepte so schärfen, dass sie neurodivergente Erfahrungsweisen ernst nehmen und Raum für authentischen Kontakt eröffnen?
Dan Bloom: Online Webinar. PHG: A Theory of Reference for Contemporary Gestalt Therapy. A Field-Emergent Re-reading. (in English)
PHG (Perls, Hefferline, Goodman): Eine Bezugstheorie für die zeitgenössische Gestalttherapie. Eine feldbezogene Neuinterpretation.
Das Webinar ist auf englisch.
Kostenloses Online-Vortreffen
Montag, 18. Januar 2027, 18:00–19:00 Uhr
Vier Online-Seminar (Gesamtgebühr: 400 USD)
Montag, 08. Februar · 19. April · 21. Juni · 20. September 2027; jeweils 18:00–19:30 Uhr (90 Minuten)
Beschreibung
Der grundlegende Text Gestalt Therapy: Excitement and Growth in the Human Personality (1951) von Perls, Hefferline und Goodman (PHG) entwarf eine radikal neue Auffassung von Psychotherapie, die Generationen von Gestalttherapeut:innen geprägt hat. Zugleich wurde das Werk häufig entweder unkritisch übernommen oder vorschnell verworfen, ohne wirklich sorgfältig gelesen zu werden. Mehr als siebzig Jahre später stellt sich die Frage: Was ist an PHG heute noch lebendig? Was spricht weiterhin zur gegenwärtigen klinischen Praxis? Und wie können wir diesen Text heute lesen – nicht als historisches Dokument, sondern als lebendige Quelle theoretischer Orientierung und klinischer Inspiration?
Dieses Seminar lädt zu einer konzentrierten Neu-Lektüre von PHG als Bezugstheorie für die zeitgenössische Gestalttherapie ein. Gemeinsam werden wir:
die zentralen Begriffe, die theoretische Architektur und die klinische Perspektive von PHG neu erschließen;
untersuchen, wie neuere Entwicklungen der Gestalttherapie – insbesondere die Intentionalität des Kontaktgeschehens, das ästhetische Kriterium, die feldemergente Theorie, Relationalität und Situationsbezug – die Grundannahmen von PHG erweitern, weiterentwickeln und zugleich kritisch hinterfragen;
den Dialog zwischen PHG und der deutschsprachigen geisteswissenschaftlichen Tradition erkunden, aus der viele seiner philosophischen Grundlagen hervorgegangen sind und in der sie bis heute weiterentwickelt werden – insbesondere Phänomenologie, Gestaltpsychologie, Existenzphilosophie und Feldtheorie;
gemeinsam reflektieren, was an PHG weiterhin tragfähig ist, was einer Revision bedarf und wie das Werk auch heute als lebendige Bezugstheorie für die klinische Praxis fruchtbar bleiben kann.
Ziel dieses Seminars ist weder, PHG unverändert zu bewahren, noch das Werk als überholt beiseitezulegen. Vielmehr wollen wir den Text im Licht der Erkenntnisse der vergangenen fünfundsiebzig Jahre neu erschließen und seine bleibenden Einsichten in einen lebendigen Dialog mit heutiger Theorie, klinischer Praxis und den Herausforderungen der gegenwärtigen Situation bringen. So kann PHG erneut zu einer lebendigen Quelle der Gestalttherapie werden – nicht nur als Gründungstext der Tradition, sondern als inspirierende theoretische Orientierung für ihre zukünftige Entwicklung.
Zoom-link for (free) pre-meeting Monday 18.01.2027 18:00-19:00
https://us02web.zoom.us/j/83926195200
Anmeldung für alle die Sessions: dan@djbloom.com
Zahlung über wise.com direct an Dan Bloom (dan@djbloom.com)
Anmeldungen bis 4.12.2026, die Zusage erfolgt nach Eingang der Anmeldungen. Spätere Anmeldungen sind möglich, vorausgesetzt es gibt noch freie Plätze gibt.
D-A-CH Tagung 2027
Vom 7. – 9. Mai 2027 findet in Zürich die nächste D-A-CH Tagung mit dem Titel „Nichts tun – und alles wird anders? Die paradoxe Theorie der Veränderung und ihre Zumutungen für moderne Ichs“ statt.
Die Webseite zur Anmeldung wird ab November online sein.
3-tägige Fortbildung (Workshop) mit Josta Bernstädt
„Gestalttherapie mit Erwachsenen Kindern aus Alkoholiker-Familien (ACoAs)“.
In Ihrem engeren oder weiteren Familienkreis gibt es wahrscheinlich mindestens einen Menschen, der alkoholabhängig ist. Das ist also nicht ungewöhnlich und diese „Normalität“ kann zu blinden Flecken führen, welche therapeutische Fortschritte verhindern.
In diesem Workshop biete ich Gestalttherapeutinnen die Gelegenheit, sich näher mit der Prägung durch Alkoholabhängigkeit in der Familie zu beschäftigen, sei es in Bezug auf sich selbst als Betroffene, sei es, was ihre therapeutische Arbeit mit Klientinnen betrifft.
Dazu gehört u. a. eine Bestandsaufnahme von meist unausgesprochenen Regeln, welche sich in einer Alkoholiker-Familie entwickelt hatten. Sie halfen ursprünglich, das Familiensystem zu stabilisieren und werden oftmals über Generationen hinweg tradiert, selbst wenn aktuell niemand mehr alkoholabhängig ist.
Sie werden typische Merkmale identifizieren lernen, woraus sich wesentliche therapeutische Leitlinien ableiten lassen.
Sie erhalten einen richtungweisenden Einblick, was eine ganzheitliche Genesung bei ACoAs beinhalten könnte und welche Methodenvielfalt uns dabei als Gestalttherapeut*innen zur Verfügung steht.
Anrechnung: 24UE (18 Zeitstunden)
Kosten: 340,- EUR. Ermäßigter Preis für ÖVG-Mitglieder: 240,- EUR.
Josta Bernstädt hat in Berlin Psychologie studiert, in Großbritannien ihre Ausbildung als Gestalt- und Körpertherapeutin sowie als Supervisorin absolviert und das Gestalt Institut Edinburgh mitgegründet.
Seit fast 30 Jahren lebt und arbeitet sie wieder in Deutschland als Gestalttherapeutin, Supervisorin und Trainerin. Sie hat vielseitige Berufserfahrung im ambulanten und klinischen Bereich. Schwerpunkte ihres Interesses liegen in der Gruppenarbeit und im therapeutischen Umgang mit Suchtprozessen, wozu sie jeweils ein Buch veröffentlicht hat.
Nach wie vor verbringt sie viel Zeit in Schottland. Hier in der Nähe zum Meer und in malerischer, grandioser Landschaft kann sie auftanken und genug Muße finden, sich auf das Wesentliche im Leben zu besinnen.
Zur Homepage von Josta Bernstädt
Die Teilnehmeranzahl für den Workshop ist mit 15 Personen begrenzt. Der Platz ist nach Bezahlung der Workshopgebühr garantiert. Achtung: getrennte Anmeldung für jeweils den Workshop und die Buchpräsentation!
Anmeldung ab sofort möglich unter praxis@senguel-stadler.at
ÖVG Buchpräsentation - Josta Bernstädt
3 AE, Teilnahmebestätigung ist vor Ort erhältlich. Die Teilnahme ist kostenlos.
In Ihrem engeren oder weiteren Familienkreis gibt es wahrscheinlich mindestens einen Menschen, der alkoholabhängig ist. Das ist also nicht ungewöhnlich und diese „Normalität“ kann zu blinden Flecken führen, welche therapeutische Fortschritte verhindern.
In diesem Workshop biete ich Gestalttherapeutinnen die Gelegenheit, sich näher mit der Prägung durch Alkoholabhängigkeit in der Familie zu beschäftigen, sei es in Bezug auf sich selbst als Betroffene, sei es, was ihre therapeutische Arbeit mit Klientinnen betrifft.
Dazu gehört u. a. eine Bestandsaufnahme von meist unausgesprochenen Regeln, welche sich in einer Alkoholiker-Familie entwickelt hatten. Sie halfen ursprünglich, das Familiensystem zu stabilisieren und werden oftmals über Generationen hinweg tradiert, selbst wenn aktuell niemand mehr alkoholabhängig ist.
Sie werden typische Merkmale identifizieren lernen, woraus sich wesentliche therapeutische Leitlinien ableiten lassen.
Sie erhalten einen richtungweisenden Einblick, was eine ganzheitliche Genesung bei ACoAs beinhalten könnte und welche Methodenvielfalt uns dabei als Gestalttherapeut*innen zur Verfügung steht.
Josta Bernstädt hat in Berlin Psychologie studiert, in Großbritannien ihre Ausbildung als Gestalt- und Körpertherapeutin sowie als Supervisorin absolviert und das Gestalt Institut Edinburgh mitgegründet.
Seit fast 30 Jahren lebt und arbeitet sie wieder in Deutschland als Gestalttherapeutin, Supervisorin und Trainerin. Sie hat vielseitige Berufserfahrung im ambulanten und klinischen Bereich. Schwerpunkte ihres Interesses liegen in der Gruppenarbeit und im therapeutischen Umgang mit Suchtprozessen, wozu sie jeweils ein Buch veröffentlicht hat.
Nach wie vor verbringt sie viel Zeit in Schottland. Hier in der Nähe zum Meer und in malerischer, grandioser Landschaft kann sie auftanken und genug Muße finden, sich auf das Wesentliche im Leben zu besinnen.
Zur Homepage von Josta Bernstädt
Anmeldung bitte an Sengül Stadler unter praxis@senguel-stadler.at
Gestaltsalon mit Nancy Amendt-Lyon: Parallel Processes, Field Forces, and Reversed Roles in Gestalt Supervision.
Der Fokus dieses Gestaltsalons mit Nancy Amendt-Lyon liegt auf der Praxis der gestalttherapeutischen Supervision. Sie wird schildern, wie sich ihr persönlicher Stil in der Einzel-, Gruppen- und Teamsupervision über Jahrzehnte privater Praxis entwickelt hat.
Während ihres Berufslebens hat sie besonders davon profitiert, mit den Konzepten „Parallelprozesse“, „Feldkräfte“ und „vertauschte Rollen“ zu experimentieren. Für ein Gefühl der Erfüllung und den Eindruck der Selbstwirksamkeit als Psychotherapeutin und Supervisorin waren die Entwicklung eines persönlichen Stils und die Bereitschaft zu experimentieren weitere Leitprinzipien.
Sie möchte im Rahmen des Gestaltsalons eine kurze theoretische Grundlage anbieten und mehrere Grundkonzepte beschreiben, die das berufliche Wachstum unterstützen. Einige Fallvignetten aus einer Gestalt-Gruppensupervision werden vorgestellt. Zum Schluss wird sie auf die Bedeutung einer kontinuierlichen Supervision für das berufliche Wachstum und die Wirksamkeit eingehen.
Veranstaltungs-kalender
Anmeldungen unter: praxis@senguel-stadler.at